#ROLLOUT: DIE GELBE GEFAHR – FULVIA 1600 HF

Schon im Herbst 2017 gelangte diese Fulvia Fanalino in unsere Obhut – für TÜV, ein paar Updates und einen großen Check-Up. Schnell stellte sich heraus, dass das Auto von seinem Italienischen Vorbesitzer bei Rallye-Einsätzen echt hart hergenommen wurde. So hatte die Karosserie neben den üblichen Rostschäden zusätzlich etliche Risse und musste daher einer kompletten Sanierung unterzogen werden. Das Auto war zum Ende hin rot lackiert worden, wie 99,9% aller Fulvias. Aber eine rote Fulvia ist ja nicht gerade der Gipfel der Individualität, daher haben wir gemeinsam mit dem Kunden nach einer geeigneten Farbe gesucht, bei Giallo Ginestra waren wir uns sehr schnell einig. Technisch wurden schlussendlich alle Register gezogen, „wenn man schon mal dabei ist“ und das gesamte Arsenal verbaut, das das Historic Racing Works Tuning-Regal hergibt: Weiterlesen

#EINSATZ: SCHNEEGESTÖBER

Das war ein Rallye-Schneefestival in zwei Akten. Leider waren wir nicht live dabei, unser Part bestand nur in der Präparierung des Autos und im Zuschauen via Social-Media. Aber nochmal von vorn: Im Dezember, anlässlich der Auslieferung des Fahrzeugs, informierten uns unsere Kunden Dirk Backhauß und Till Kötter, dass ein Start bei der Planai Winterrallye vom 03. bis 05. Januar 2019 geplant sei. Wir hatten bei Aufbau des Wagens den altersschwachen Serienventilator schon vorsichtshalber durch ein SPAL Hochleistungs-Modell zur Scheibenbelüftung ersetzt. Jedoch schien es ratsam, auch noch die klassische Ansaugluftvorwärmung, anstatt des offenen Sportluftfilters zu re-installieren. Nach einigen, schnellen Probeläufen auf Feldwegen im Umland von Dortmund, hatte Dirk die Bremse balanciert und das Auto lief. Mit 145ern auf Stahlfelgen und Schneeketten lieferte das Auto schon mal einen martialischen Auftritt.

Wenn man jetzt die vielen Berichte von der Planai-Classic 2019 zusammenfasst, waren es drei Tage Eiskanal und Schlittenfahren, heftige Sturmböen mit Schneetreiben, die es in dieser Form noch nie gegeben hatte und soviel Schnee wie seit 23 Jahren nicht mehr. Alles in allem soll es eine der anspruchsvollsten Winter-Gleichmäßigkeitsrallyes aller Zeiten gewesen sein. Unsere “Jungs” waren durchgekommen, aber mit ihrer Platzierung noch nicht ganz zufrieden. Ein kleines Malheur bei der Sache war, dass Lüfter und Wischer auf einer 8A Sicherung hingen, und diese sich – wohl auch aufgrund des hohen Stromverbrauchs am Wischermotor durch die Schneelast – hin und wieder verabschiedete.

Weiterlesen

#INSIDE: ZUM 01.01.2019 WÄCHST ZUSAMMEN, WAS ZUSAMMEN GEHÖRT.

Zum Anfang 2019 hat der bekannte Lancia Ersatzteile-Händler Emporio Ricambi, Hans-Georg Eberhardt sein Geschäft mit unserem verschmolzen. Damit formen wir zusammen einen der schlagkräftigsten Lancia und Fulvia-Teilehändler im Deutschsprachigen Raum. Gleichzeitig fimieren wir ab sofort als GmbH. Wir pflegen jetzt in unseren Web-Shop eine laufend wachsende Anzahl an Ersatzteilen für die Fulvia der ersten und zweiten Serie ein. Damit werden wir für Bestellungen 24/7 erreichbar sein. Hans-Georg Eberhardt bleibt für FULVIA SPARE PARTS als Prokurist und Niederlassungsleiter weiterhin von Hammoor bei Hamburg aus Ihr Ansprechpartner, gerne auch wie gewohnt auch telefonisch – unter der bekannten Tel.Nr. 04532 283 4902 – zu den Geschäftszeiten von ca. 10:00 bis 18:00h.

Weiterhin arbeiten wir für Sie unter dem bewährten Thema FULVIA RACE PARTS an der Entwicklung von Rennsportteilen für die Lancia Fulvia der ersten und zweiten Serie. Von uns und unseren Kunden im harten Einsatz bei Langstrecken-Rennen und Rallyes getestet. So können wir an sofort für Sie die Themen Ersatzteile, Beratung und Service unter einer Marke verbinden. Marc Eberhardt ist für den Bereich Service in Berlin-Wittenau Ihr Ansprechpartner. Tel.Nr. 030 767 267 00 zu den Bürozeiten an Werktagen von 09:00-11:30h und von 15:30-18.00.

Weiterlesen

#ROLLOUT: RALLYE-GERÄT IN ROSSO CORSA

Unsere beiden Kunden Dirk und Till hatten während der Rallye Mallorca vor einiger Zeit mit Ihrer Fulvia unfreiwillig Bekanntschaft mit einem Felsen am Straßenrand gemacht. Die Vorderachse samt Hilfsrahmen sowie das angrenzende Blech waren dadurch stark verbogen, so dass eine neue Karosserie besorgt werden musste. Die Karosserie wurde kundenseitig vorbereitet und lackiert und uns kam das Vergnügen zu, diese und die vorhandene Technik samt überholtem Motor zu einem ordentlichen Rallyefahrzeug zu vermählen. Durch den Neubau sollten einige Punkte des Fahrzeugs verbessert werden, die sich in der Praxis erwiesen hatten. Das Fahrzeug wurde nach Anhang K aufgebaut und wird einen HTP erhalten. Weiterlesen

FEATURED CAR: LANCIA FULVIA

fulvia_IMG_1665Im November in der Motor Klassik Spezial-Ausgabe Oldtimer & Geld: So günstig ist Oldtimer-Fahren. Fünfzig wichtige Oldtimer im Kosten-Check. Hier die Motor Klassik Kurzanalyse der Lancia Fulvia „auf einen Blick: Wartungskosten: niedrig! Ersatzteile: Bis auf einige Motorenteile für den 1,6-Liter okay, Werkstätten: Echte Fulvia-Experten muss man suchen, Technik: Teilweise eigenwillig, aber beherrschbar, Kosten: Arbeiten an der Bremse sind relativ teuer, Besonderheit: V-Motoren mit ungewöhnlichem Zylinderwinkeln.“ Das mit den echten Fulvia-Experten wäre ja für Sie schon einmal gelöst. „Für alle, die jetzt über den Winter nach dem perfekten Klassiker suchen.“ Aber warum bilden die immer eine zweite Serie dort ab, die nicht ganz so schön wie die Erste ist!

Motor-Klassik Artikel als .pdf

LEGENDEN AM NÜRBURGRING

IMG_0978

Am Samstag 29. August starteten wir im Rahmenprogramm der „6 Hours of Nürburgring“ (FIA WEC) das Rennen der „Nürburgring Legends“ mit zwei 30min. Sprintrennen. Das versprach einer der Höhepunkte der Saison 2015 vor großer Kulisse und sehr viel Publikum zu werden! Denn im Rahmen des WEC-Rennens präsentierte die Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport e.V (FHR) ein großes Feld der legendären Rennwagen mit zwei Sprintrennen auf dem Grand-Prix-Kurs. Gezeigt wurden GTs, Touren- und Rennsportwagen der 60er und 70er Jahre, die auch heute noch bei internationalen Veranstaltungen, dem Dunlop FHR Langstreckencup, der FHR HTGT oder der Youngtimer Trophy um die Meisterschaft, den Gesamt- und Klassensieg fahren. Zu sehen waren die Fahrzeuge in einem eigenen Fahrerlager aus Zelten im hinteren Bereich des GP-Fahrerlages. Hier kamen die Zuschauer dicht an die Fahrzeuge heran und haben uns auch ordentlich in Gespräche verstrickt.
Die internationale Atmosphäre auf dem Kurs war großartig, eine super Organisation durch Kai von Schauroth. Alle waren da, selbst die Autogrammjäger hinter den Boxen im Fahrerlager, die auf Mark (Webber) und andere Stars lauerten. – Uns ging leider im zweiten Rennen das Auto kaputt, die Nockenwelle hatte sich gelöst und wir mussten aufgeben …

Hier noch einmal der Zeitplan:
Fr., 28.08., 11.25 Uhr (20 Min.) → Qualifying 1
Fr., 28.08., 14.55 Uhr (20 Min.) → Qualifying 2
Sa., 29.08., 11.35 Uhr (30 Min.) → Rennen 1
Sa., 29.08., 16.20 Uhr (30 Min.) → Rennen 2

Die 2015 FIA WEC Kalender läuft über 8 Rennen auf vier Kontinenten, mit Rennen in England, Belgien, USA, Japan, China, Bahrain und natürlich über die 24h von Le Mans als Höhepunkt aller modernen Langstreckenrennen vor über 250.000 Zuschauern.

IMG_0989 IMG_0940 IMG_0941 IMG_0944 IMG_0957 IMG_0959

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SCHARFE LERN–KURVE …

01-IMG_7090

Das sei vorausgeschickt: Zuerst gab es einen Rennunfall und dann sind wir aufgrund eines technischen Defekts auch noch ausgefallen. Miserabler hätte unser Einsatz trotz kühlem aber sonnigen Wetters beim vorletzten Rennen des Dunlop FHR Langstreckencups am 04. Oktober 2015 am Nürburgring für uns kaum laufen können.



07-IMG_7110
06-IMG_710408-IMG_7112 Doch immer der Reihe nach: Nach einer richtig schönen Anreise mit der ganzen Familie – Stephanie, Klara und Juna – am Donnerstag vor dem Rennen, fanden am Feiertag den 03.10. die Qualifyings statt. Für mich war es zuerst nicht ganz einfach, mit dem kleinen, relativ langsamen Auto ein Gefühl für diesen Highspeed-GP-Kurs zu entwickeln. Ich fühlte mich nicht richtig wohl. Am Ende des Tages waren wir aber zufrieden, Marc war besser klar gekommen. Wir ließen uns noch einmal die Tankstrategie für das Rennen durch den Kopf gehen. Nach den Verbrauchsberechnungen konnten wir mit unserem 60-Liter Tank das Vier-Stunden-Rennen nicht nur mit einem Tankstopp bestreiten. Wir planten deshalb zwei Fahrerwechsel. Wir hatten einen Verbrauch der Fulvia von 29 l/100km ausgerechnet. Die Streckenlänge beträgt 5,148 km, so dass wir den ersten Stint mit 30 Runden (154,4 km) und einem Verbrauch von 45,0 l veranschlagten. Danach sollte der Fahrerwechsel auf Marc erfolgen, der dann 32 Runden (48 l) fahren sollten, den Rest mit 19 Runden wollte ich bestreiten. Auf dem Papier wohlgemerkt! Weiterlesen

FINALE GRANDE ZOLDER!

04-IMG_6951_tibiNach der Reparatur am Vorabend begann der Morgen im Hotel sehr entspannt, denn das 3 Stunden-Rennen war das letzte Rennen des Tages und startete erst am Nachmittag um 15:15h bis 18:15h. Dietmar Mühr fuhr die ersten Hälfte und fand vom viertletzten Startplatz (27) mit fliegendem Start gut ins Rennen. Das Auto fuhr hervorragend und nach einigen Drehern beim Qualifying absolvierte Dietmar bei trockenem Wetter die ersten 1 ½ Stunden ohne Fahrfehler. Dietmar fuhr 39 Runden und konnte in der 38 Runde noch seine beste Rundenzeit hinlegen: 2:15:94 min. Bei 1:29 seit Beginn steuerte er die Box zum Tanken und Fahrerwechsel an.

08-IMG_6872 IMG_2282_Zoldern-Kopie 15-zolder_corbs IMG_2254_Zolder_72dpiBei 1:35h seit Beginn des Rennens fuhr nun Marc Eberhardt die Fulvia in den 2. Teil, nachdem beim Tankstopp 40 Liter Benzin gefasst wurden. Der Tankstopp und der Fahrerwechsel schienen mit ca. 6 min (4:39 nach Zeitnahme) etwas lang, was an dem Problem mit dem Tankeinfüllstutzen lag, der das Benzin aufgrund von Luftblasen nicht zügig in den Tank laufen lässt. Marc absolvierte insgesamt 35 Runden wovon die die 52. Gesamtrunde mit 2:16:93 min seine Schnellste war. Dann wurde Marc von aufkommendem Regen überrascht, was sich aber für unsere Gesamtplatzierung gar nicht nachteilig auswirkt. Trotz eines heftigen Drehers in der 74. Gesamtrunde konnte Marc unser Auto am Ende des auf den 18. Gesamtrang von 30 Startern stellen – Als Sieger der Klasse 20 „Tourenwagen Periode G, 1966 bis 1971, über 1.300 bis 1.600 ccm“. Ihr könnt Euch unserer Freude nach diesem tollen Erfolg für das HORNGROUP Historic Racing Team in unserem ersten Rennen überhaupt sicher vorstellen.

(An dieser Stelle möchten wir unseren Sponsoren, den Marken HORN TECALEMIT und PCL besonderen Dank für die Unterstützung aussprechen!)

DIE RETTER DES RENNENS

20-IMG_688911-IMG_6893

Samstag war der Tag der Qualifyings und meine Anspannung stieg ins Unermessliche. Das Wetter war für einen Augusttag viel zu kühl und regnerisch und am meisten Respekt hatte ich vor einem Rennen bei Nässe. (Früh morgens die Papierabnahme, die technische Abnahme und das Fahrerbriefing werden mir allerdings später noch einen extra Blogbeitrag wert sein.) Das erste Zeittraining des Langstrecken Cups war für 13:05h angesetzt und wie das Schicksal es wollte fing es eine halbe Stunde vorher an zu regnen. Etwas hektisch zogen wir also die Avon-Regenreifen auf das Auto, ohne aber eigentlich den richtigen Luftdruck dafür parat zu haben. Gegen 13:00 Uhr kam dann der Moment: Nach drei Jahren unermüdlicher Vorbereitung stieg ich endlich mit neuer Rennunterwäsche, neuem Rennoverall, nagelneuem Helm und Schuhen in unser Auto ein. Ich ließ den Motor warmlaufen, rollte langsam auf die Pitlane raus und war zum ersten Mal mit unserer wunderbaren Fulvia auf einer richtigen Rennstrecke unterwegs. Wie zu erwarten war sämtliche Angst sofort wie weggeblasen und wich unbändiger Freude und Befriedigung. Nach wenigen Runden hatte ich Vertrauen zum Auto gewonnen und war erstaunt wie gut sich das Auto mit seinem Frontantrieb und den Avon-Regenreifen auf nasser Piste verhielt. Viel zu kurz waren die 20 Minuten Qualifying und ich musste wieder in die Boxengasse einbiegen. Weiterlesen

HAB SPASS – RESPEKTIERE DEINE GRENZEN!

Das Team Marc Eberhardt, Dietmar Mühr und Rainer Kostner (vlnr)

Das Team Marc Eberhardt, Dietmar Mühr und Rainer Kostner vor dem ACC (vlnr). Hinter der Kamera die Teampsychologin und Teamfotografin Stephanie Matter.

Mann war ich aufgeregt! Die Nennung für das erste Rennen, das ich mit dem designierten, zweiten Fahrer Marc Eberhardt bestreiten wollte, war abgeschickt. Die Spannung stieg von Tag zu Tag und am Morgen des 14. August packten wir früh um 8:00h am ACC unsere Siebensachen, luden die gut vorbreitete Fulvia auf den Trailer und brachen gen Zolder auf. Zuvor wurde noch ein schönes Gruppenfoto zusammen mit Rainer gemacht – wir trugen die T-Shirts, die Stephanie für uns gestaltet hatte. Wir hatten laut Google mit einer Fahrzeit von ca. 7 Stunden gerechnet, aber das stellte sich als Illusion heraus. Einige Megastaus – die uns dann sogar zur Stau-Umgehung via Feldweg seitwärts von der Raststätte zwangen. Weiterlesen