PROJEKTE: DER MINI-BOLIDE – FIAT ABARTH 695 REPLICA

sm-160925-hrw-abbarth_0047-v01Vor fast genau einem Jahr trafen wir einen Manager aus der Berliner Kreativszene, der sich sehr für die Abarth Modelle begeisterte, die auf dem Fiat 500 basieren. “So etwas wollen wir dir bauen” sagten wir spontan. Wir waren uns relativ schnell handelseinig, ein Basisfahrzeug war ebenfalls schnell gefunden und die Arbeit konnte beginnen. Es wurde eine “nuts and bolts” Restauration mit einem hohen Anspruch an das technische Detail. Es sollte kein reinrassiges Auto für die Rundstrecke werden, aber mindestens ein ambitionierter Café Racer. Ganz ähnlich war ja das Auto ursprünglich von Carlo Abarth konzipiert: Der Abarth 695 für die Straße und der Abarth 695 esse esse als pures Renngerät für den ambitionierten Rennfahrer. (Fotos: Stephanie Matter)

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MYTHOS EAU ROUGE

IMG_8839Am Sonntag, 19. Juli 2014 fand vom 15:00 – 18:00 Uhr der vierte Meisterschaftslauf des Dunlop FHR Langstreckencups 2015 statt. Zuvor, mittags und nachmittags am Samstag starteten wir zu den beiden Qualifyings.

Spa ist eine großartige Strecke! Ich hatte dennoch beim ersten Training etwas Probleme, mir die Strecke einzuprägen. Mithilfe eines Streckenplans habe ich mir dann einige Eselsbrücken gebaut – links rechts links – rechts rechts links usw., damit ging es besser. Im Rennen habe ich natürlich in der Eau Rouge, aber auch in den Kurvenkombinationen in der leichten Bergigkeit viel Spaß gehabt. Die Gerade oben auf dem Berg hinter der Eau Rouge ist allerdings etwas lang …

Aber zurück zum Training: Am ersten Tag fuhren wir bei Trockenheit etwas schwache Zeiten, weil Marc und ich den Kurs noch nicht kannten. Am Morgen des Rennens war es noch etwas feucht, dennoch konnte ich bei Trockenheit aus der Box fahren und kam gut ins Rennen, nach einer halben Stunde jedoch begann immer wieder Nieselregen, der sich immer wieder verstärkte. Vor mir hatte sich eine violette Alfa Romeo Giulia 1600 festgesetzt, die auf der Geraden mit ihren 300ccm mehr etwas schneller war als unsere Fulvia, in den Kurven aber doch deutlich langsamer, insbesondere bei Nässe. So konnte ich die Giulia dreimal überholen, die Position aber aufgrund der langen Geraden in Spa jedes Mal nicht lange halten. Trotz stärkeren Regens bin ich mit den Semislicks draußen geblieben und nach exakt 1,5 Std. zum Fahrerwechsel mit Marc heraus. Nach dem Wechsel trocknete die Strecke langsam ab und Marc fuhr mit dem Auto das Rennen sauber nach Hause: Zu einem erneuten Klassensieg in der 1300er-Klasse …

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SCHARFE LERN–KURVE …

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Das sei vorausgeschickt: Zuerst gab es einen Rennunfall und dann sind wir aufgrund eines technischen Defekts auch noch ausgefallen. Miserabler hätte unser Einsatz trotz kühlem aber sonnigen Wetters beim vorletzten Rennen des Dunlop FHR Langstreckencups am 04. Oktober 2015 am Nürburgring für uns kaum laufen können.



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06-IMG_710408-IMG_7112 Doch immer der Reihe nach: Nach einer richtig schönen Anreise mit der ganzen Familie – Stephanie, Klara und Juna – am Donnerstag vor dem Rennen, fanden am Feiertag den 03.10. die Qualifyings statt. Für mich war es zuerst nicht ganz einfach, mit dem kleinen, relativ langsamen Auto ein Gefühl für diesen Highspeed-GP-Kurs zu entwickeln. Ich fühlte mich nicht richtig wohl. Am Ende des Tages waren wir aber zufrieden, Marc war besser klar gekommen. Wir ließen uns noch einmal die Tankstrategie für das Rennen durch den Kopf gehen. Nach den Verbrauchsberechnungen konnten wir mit unserem 60-Liter Tank das Vier-Stunden-Rennen nicht nur mit einem Tankstopp bestreiten. Wir planten deshalb zwei Fahrerwechsel. Wir hatten einen Verbrauch der Fulvia von 29 l/100km ausgerechnet. Die Streckenlänge beträgt 5,148 km, so dass wir den ersten Stint mit 30 Runden (154,4 km) und einem Verbrauch von 45,0 l veranschlagten. Danach sollte der Fahrerwechsel auf Marc erfolgen, der dann 32 Runden (48 l) fahren sollten, den Rest mit 19 Runden wollte ich bestreiten. Auf dem Papier wohlgemerkt! Weiterlesen

DIE RETTER DES RENNENS

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Samstag war der Tag der Qualifyings und meine Anspannung stieg ins Unermessliche. Das Wetter war für einen Augusttag viel zu kühl und regnerisch und am meisten Respekt hatte ich vor einem Rennen bei Nässe. (Früh morgens die Papierabnahme, die technische Abnahme und das Fahrerbriefing werden mir allerdings später noch einen extra Blogbeitrag wert sein.) Das erste Zeittraining des Langstrecken Cups war für 13:05h angesetzt und wie das Schicksal es wollte fing es eine halbe Stunde vorher an zu regnen. Etwas hektisch zogen wir also die Avon-Regenreifen auf das Auto, ohne aber eigentlich den richtigen Luftdruck dafür parat zu haben. Gegen 13:00 Uhr kam dann der Moment: Nach drei Jahren unermüdlicher Vorbereitung stieg ich endlich mit neuer Rennunterwäsche, neuem Rennoverall, nagelneuem Helm und Schuhen in unser Auto ein. Ich ließ den Motor warmlaufen, rollte langsam auf die Pitlane raus und war zum ersten Mal mit unserer wunderbaren Fulvia auf einer richtigen Rennstrecke unterwegs. Wie zu erwarten war sämtliche Angst sofort wie weggeblasen und wich unbändiger Freude und Befriedigung. Nach wenigen Runden hatte ich Vertrauen zum Auto gewonnen und war erstaunt wie gut sich das Auto mit seinem Frontantrieb und den Avon-Regenreifen auf nasser Piste verhielt. Viel zu kurz waren die 20 Minuten Qualifying und ich musste wieder in die Boxengasse einbiegen. Weiterlesen