PROJEKTE: DER MINI-BOLIDE – FIAT ABARTH 695 REPLICA

sm-160925-hrw-abbarth_0047-v01Vor fast genau einem Jahr trafen wir einen Manager aus der Berliner Kreativszene, der sich sehr für die Abarth Modelle begeisterte, die auf dem Fiat 500 basieren. “So etwas wollen wir dir bauen” sagten wir spontan. Wir waren uns relativ schnell handelseinig, ein Basisfahrzeug war ebenfalls schnell gefunden und die Arbeit konnte beginnen. Es wurde eine “nuts and bolts” Restauration mit einem hohen Anspruch an das technische Detail. Es sollte kein reinrassiges Auto für die Rundstrecke werden, aber mindestens ein ambitionierter Café Racer. Ganz ähnlich war ja das Auto ursprünglich von Carlo Abarth konzipiert: Der Abarth 695 für die Straße und der Abarth 695 esse esse als pures Renngerät für den ambitionierten Rennfahrer. (Fotos: Stephanie Matter)

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Die ersten Personenwagen, die unter der Marke Abarth in Bologna erschienen, stammten aus den Jahren 1949 bis 1955. Es handelt sich um Unikate oder Einzelstücke für den Rennsport. Aber 1957 begann Carlo Abarth damit, diverse Modelle auf Basis des neuen Kleinwagens Fiat 500 in Serie zu bauen. Fiat hatte die Limousine 1957 als “Nuova 500” vorgestellt. Mit neuer, selbsttragende Karosserie und besonders kompakten Abmessungen, Einzelradaufhängung und luftgekühltem 0,5 Liter Zweizylinder-Reihenmotor im Heck. Das Auto war nur 2,97 m lang!

Der erste Abarth auf dieser Basis hieß “Fiat 500 Elaborata Abarth”. Von 1963 bis 1971 wurde der mythische Abarth 595 als das Einstiegsmodell unter den Abarth-Komplettfahrzeugen mit 27 PS aufgelegt – serienmäßig hatte der Fiat 500 ja nur 18 PS (13 kW) bei 4400 U/min. Ergänzend zum Abarth 595 erschien 1964 der Abarth 695 auf dem Genfer Auto-Salon mit der Abarth-Projektnummer 106. Er blieb bis 1968 im Programm und konnte eine reguläre Straßenzulassung erhalten. Sein Motor war ein luftgekühlter Zweizylinder-Tipo Abarth 206 mit 695 ccm Hubraum; er leistete in den ersten Monaten 36 PS (26,5 kW) bei 5200 U/min pro Minute, danach 30 PS (22 kW) bei 4900 U/min pro Minute. Spitzenmodell für den Motorsport war später die Variante 695 SS assetto corsa.

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Der von uns in dem Fahrzeug eingesetzte Motor ist ein Wettbewerbsmotor von Torsten Hanenkamp in Hamburg. Der Motor leistet derzeit 34 PS (25 kW) bei 5900 u/min und 650 ccm, besitzt eine erleichterte Schwungscheibe, ist mit Drehstromlichtmaschine und Abarth 695 SS Ölwanne ausgestattet. In der nächsten Ausbaustufe soll er mit 32er Solex Doppelvergaser weiter leistungsgesteigert werden …

Weitere technische Daten:

  • Bereifung 145/70 R12 auf Felgen 4,5” x 12” ET 45
  • Auspuff SUPERSPRINT
  • Schalensitze: COBRA Modell Club (New Old Stock)
  • Lenkrad: PERSONAL Durchm. 320 mm (New Old Stock)
  • Bremse: Zweikreissystem Typ Fiat 126

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