DAYTONA

LANCIA FULVIA IN ENDURANCE RACING // DAYTONA
In den Jahren 1968 und 1969 startete die Fulvia auch beim 24 Stunden Rennen in Daytona Beach. Zwei Fulvia Sport wurden – wie auch in Sebring – von dem Lancia US-Importeur Al Garthwaite in den Dienst gestellt. Das Rennen in Daytona ist, wie die Le Mans als die Krönung aller Langstreckenrennen, ebenfalls ein Hochgeschwindigkeitsrennen, und daher für die kleinen Motoren der Fulvia eine Tortur. Daytona war aber die erste Runde der Markenweltmeisterschaft und daher sicher wichtig als Punktelieferant für die Marke Lancia. Auch engagierte sich Alitalia in Daytona als Sponsor, 5 Jahre später sponserten sie dann den Lancia Stratos. Das Rennen im Jahr ‘68 lief nicht gut für die beiden Fulvia Sport mit 1.300 ccm Motor, die in der Prototype (P) Klasse starteten. Beide fielen mit Motorschaden aus. Glanzvoll dagegen das Ergebnis der Marke Porsche mit einem 3-fach Sieg für den 908.

1969_daytona_#97_fulvia-sport_Im Jahr ’69 dann die große Überraschung: Von den zwei Fulvia Sport mit 1.600 ccm, gestartet in der Klasse Prototype 2000 (P2.0) kam die #97 mit Claudio Maglioli und Lele Pinto durch. Die Italiener errangen nicht nur einen Klassensieg sondern auch den 11. Gesamtrang! Ein Wahnsinnserfolg für die diese kleine Fulvia unter den Rennsportwagen jener Zeit.

„Das war ein Rennen, bei dem das Unerwartete geschah. Vom mächtigen Porsche-Werksteam, das in Daytona im Jahr 1968 mit einem 1-2-3 Sieg gewonnen hatte, würden alle fünf Porsche 908 nicht ins Ziel kommen. Die beiden Ford GT40 Ferrari –Killer von John Wyer Automotive auch nicht. Das Siegerauto, das diese Titanen überdauerte, war Eric Broadleys Lola T70 Mk. IIIB aus dem Stall von Roger Penske und von Mark Donohue und Chuck Parsons gefahren. Eine weitere Lola T70 Mark III wurde zweite und diese war von keinem geringeren als dem Schauspieler James Garner…1968_Daytona_1968-02-04 (2)Ende Januar findet immer eine Wallfahrt von Rennfahrern und Sportwagen-Fans nach Daytona Beach zum ersten großen internationalen Langstrecken-Rennen des Jahres statt, zu den „24 Hours of Daytona“. Auf der Strandseite der Stadt Daytona verläuft die Hauptschlagader A1A, sie ist dann immer verstopft mit exotischen Gefährten wie Ferraris, Alfas , Cobras und Lancias und einer Prise MG , TR4 und dem üblichen Sortiment an „Alteisen“ von Ford und Chevrolet.

Die Motorsport-Fans, die diese „ausländischen“ Autos fahren, waren ganz anders als jene, die später für die ‚Speed ​​Weeks‘ und die ‚Daytona 500‘ normalerweise kamen. Diese ‚Ausländer‘ und ‚Yankees‘ trugen lange Haare und Koteletten und waren modisch gekleidet – die jungen Frauen mit langen Haaren, kurzen Röcke und Stiefeln. Und einige von ihnen trugen sogar Kleider mit Löchern ausgeschnitten, die große Teile der weiblichen Anatomie dem Blick freigaben. Kein Zweifel, mehr als ein Senior musste wegen Nackenproblemen behandelt werden. Warum? Von dem Drehen und Wenden des Kopfes beim Versuch, eine bessere Sicht auf die jungen Damen vor den Touristenläden auf der Main Street zu haben.

Beim Daytona Speedway füllte sich das Infield schon in der letzten Januarwoche mit jeder Art von Transportern, Anhängern und Zugfahrzeugen. Racer und Mechaniker steckten bereits einen Platz für ihre Miet-LKWs, Autos, Zelte, Überdachungen und anderes Gerät ab. Wer mit einem begrenzten Budget unterwegs was (was auf viele Rennfahrer, Fans & Mechaniker zutraf) plante entweder, für mehrere Tage im Auto zu schlafen oder draußen in Schlafsäcken auf Liegestühlen. Dies konnte sich allerdings als Problem für einige entpuppen, denn Daytona kann im Januar und Anfang Februar ein wenig kühl sein. Dicke Nebel rollen dann aus dem Atlantischen Ozean heran und machen das Leben  für alle Beteiligten elend und auf der Rennstrecke extrem gefährlich…“

Von Louis Galanos (Als Student machte er während der späten 60er und frühen 70er Jahre viele Fotos bei Rennveranstaltungen in Sebring und Daytona. Während des Rennens arbeitete als Offizieller für den „Sports Car Club of America“.)
http://www.sportscardigest.com/1969-24-hours-of-daytona-race-profile/
http://www.flickr.com/photos/smuckatelli/sets/72157627735739276/

Algar Enterprises, Inc. wurde im Jahr 1964 von Al Garthwaite , einem Amateur-Sportwagen-Rennfahrer und Liebhaber italienischer Sportwagen, und ehemaliger Präsident der Lee Tire and Rubber Company gegründet. Algar erwarb die US Importrechte für Lancia Autos und fungierte als Vertragshändler für Ferrari, Alfa Romeo und Maserati. 1972 zwangen US-Emissionsgesetze dazu, die Marke Lancia aus dem US-Markt zurückzuziehen.

24 Hours of Daytona
Date: 4.2.1968
Track: Daytona International Speedway (USA), 6.132 kms, Distance: 24 hours
International Championship for Makes (round 1), Trans-Am (round 1)
Start time: 3/2 15:00; Grid: 2-2-2; Weather: cold
Entered: 75, Practiced: 68, Started: 63, Classified: 30
Category: Prototype (P), Sports (S), Grand Touring (GT), Sedan – Over 2 Litres (TA+2.0), Sedan – Under 2 Litres (TA2.0), Experimental (EXP)

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#26 Lancia Fulvia Sport #1911 / Lancia V4/12° DOHC, P / Algar Enterprises (USA) / Claudio Maglioli (I)/Ove Andersson (S)/Giancarlo Baghetti (I) / did not finish (Engine) /Grid: 50th (2:26.040)

#27 Lancia Fulvia HF #1110 / Lancia V4/12° DOHC 1.300 ccm, P / Algar Enterprises (USA) / Carlo Facetti (I)/Giancarlo Baghetti (I)/Ove Andersson (S) / Result: did not finish (Crankshaft) / Grid: 58th (2:33.700)

8th Annual World’s Championship “24 Hours of Daytona” International Road Race
Date: 2.2.1969
International Championship for Makes (round 1)
Start time: 1/2 15:00; Grid: 2-2-2, PP left; Weather: warm, dry
Entered: 71, Practiced: 69, Started: 63, Classified: 26
Categories: Prototype 3000 (P3.0), Prototype 2000 (P2.0), Sports 5000 (S5.0), Sports 2000 (S2.0), Grand Touring +5000 (GT+5.0), Grand Touring 5000 (GT5.0), Grand Touring 2000 (GT2.0), Touring 5000 (T5.0), Touring 2000 (T2.0)

1969_daytona_#97_fulvia 1969_Daytona_#97_Pinto-Maglioli_fulvia-sport 1969_daytona_#97_fulvia-sport _Daytona-1969-02-02e 1969_Daytona_#6_1969-02-02

#97 Lancia Fulvia Sport – Lancia V4/12° DOHC 1.600 cc, P2.0 / Algar Enterprises (USA) / Claudio Maglioli (I) – Raffaele Pinto (I) / 11th / 1st in P 2.0 (60 laps behind the winner) / Grid: 45th (2:24.000) / Colours: red, Tyres: Goodyear

#98 Lancia Fulvia Sport – Lancia V4/12° DOHC 1.600 cc P2.0 / Algar Enterprises (USA) / Bruce Hollander (USA)/Robert Clark (USA)/Wayne Marsula (USA) / Result: not classified (295 laps behind the winner) / Grid: 59th (2:51.600) / Colours/Tyres: unknown

WINNER DAYTONA 1969
#6 Lola T70 Mk.3B GT Chevrolet #SL76/139 – Roger Penske Racing / Chevrolet LS1/Traco V8/90° 2v OHV 4965 cc / S5.0 / Roger Penske Racing (USA) / Closed bodywork / Mid-engined / Mark Donohue (USA)/Chuck Parsons (USA) DNS: Ronnie Bucknum (USA) / Result: winner – (159.756 kph) – margin: 30 laps / Grid: 2nd (1:52.700) / Sponsors: SUNOCO, Colours: dark blue, Tyres: Goodyear

Algar Enterprises, Inc. wurde im Jahr 1964 von Al Garthwaite , einem Amateur-Sportwagen-Rennfahrer und Liebhaber italienischer Sportwagen, und ehemaliger Präsident der Lee Tire and Rubber Company gegründet. Algar erwarb die US Importrechte für Lancia Autos und fungierte als Vertragshändler für Ferrari, Alfa Romeo und Maserati. 1972 zwangen US-Emissionsgesetze dazu, die Marke Lancia aus dem US-Markt zurückzuziehen.