VOLL- UND TEILRESTAURIERUNG: HILFSRAHMEN UND ANTRIEBSEINHEIT DER FULVIA

 

 

 

 

Inzwischen gehören wir zu den Lancia Fulvia Spezialisten in Deutschland, darauf sind wir nach nur zwei Jahren unseres Bestehens schon ein bisschen stolz. Gerade in diesem Jahr haben wir eine Vielzahl von Restaurierungen der Antriebseinheit der Fulvia übernommen. Hierzu gehört die fachgerechte Demontage, Überarbeitung, Strahlen sowie Pulverbeschichtung des Hilfsrahmens, Galvanisieren vieler Metallteile, Überarbeitung oder wo nötig, Ersatz der Elemente der Lenkung und Achsaufhängung. Überholung, zumindest Abdichtung des Motors, Reinigung und Überholung der Vergaserbatterie, Abdichtung und Überholung des Getriebes und und … Zum Schluss eine optische Achsvermessung und Sie haben wieder sehr lange Freude an Ihrem Lancia-Klassiker. (Wir erinnern an dieser Stelle gern auch an unseren bundesweiten Hol- und Bringservice für die geringe Pauschale von 80.- € pro Richtung an.)

JUNGFERNFAHRT: ERFOLGREICHER EINSATZ AUF DEM HOCKENHEIMRING

Ihr erinnert euch, dass wir seit dem Jahr 2016 an einem weiteren Rennfahrzeug auf Fulvia-Basis arbeiten. Philipp, der Kunde der das Auto bei uns bestellt hat, wollte im April endlich in der FHR Rennsaison beim „Preis der Stadt Stuttgart“ starten. Weil er noch ein halber Rookie war, wollten wir das Ganze vor seinem ersten Rennen etwas langsamer angehen und hatten den Trackday am Donnerstag dazugebucht. Das Auto lief von Anfang an sehr gut, Philipp musste sich natürlich erst einmal an den heftigen Verkehr auf der Rennstrecke, gerade während eines Trackdays gewöhnen. Die hohen Leistungsunterschiede mit wirklich sehr schnellen Autos auf der Strecke – gerade am Trackday – die der kleinen Fulvia „über die Nase fuhren“, haben ihn als Einsteiger doch einigermaßen überrascht. Da der Motor noch nicht komplett eingefahren war, war es dennoch vernünftig, hier vorsichtig zu sein und nicht „mit der Brechstange“ ranzugehen. Umso größer war die Aufregung am Trainings- und Renntag. Immerhin war nun endlich der Co-Driver Bert mit von der Partie, der einiges an Erfahrung von Motorradrennen mitbrachte. Die Vorbereitung der Fahreroutfits war zulertzt etwas „auf den letzten Drücker“ gewesen, der Rennanzug von Bert war gar noch von ISA per Paketdienst in unser Hotel geliefert worden. Das Auto war aber bestens vorbereitet und wir haben uns von dem Stuttgarter Dekra-Prüfer (und Profi seines Fachs) der die Schlussabnahme des HTP noch in der Box vornehmen musste, sogar ein kleines Lob für unsere Qualität eingeheimst. Alles lief sehr smooth,  Philipp und Bert stellten das Fahrerteam und Marc und Dietmar waren die Boxencrew – da konnte doch nicht wirklich viel schief gehen, oder? So haben die Fahrer und auch das Auto ihr erstes Rennen tapfer und unfallfrei durchgezogen. Zum Ende des Rennens war zwar ein kleiner Leistungsverlust zu spüren, aber das Team konnte schlussendlich einen Klassensieg in der 1300er-Klasse und zwei schöne Pokalen nach Hause fahren. Es war für alle eine spannende Erfahrung – wir gratulieren und wünschen weiterhin viel Erfolg!

ROLLOUT: BIANCO, NERO, ROSSO – LANCIA FULVIA 1,3S BAUJAHR 1970.

Die Fulvias von 1970 sind ganz besondere Autos. Geschichtlich stellen sie die Übergangsphase zwischen der Lancia- und der Fiat-Ära dar. Technisch gesehen sind sie ein Hybrid – sind schon eine zweite Serie, haben aber nicht deren Nachteile. So besitzen sie vorn noch die doppelten Rohr-Querlenker und haben die etwas aufwändiger gebaute Hinterachse. Gleichzeitig haben sie aber schon die Girling-Bremsen und das moderne Fünfgang-Getriebe. So ein schönes Auto hatten wir im letzten Jahr in unserer Obhut, um auf einer Roh-Karosserie, die unser Kunde selbst vorbereitet hatte, ein Rallye-Fahrzeug aufzubauen.

Am vergangenen Wochenende konnte es dem Kunden übergeben werden, der über Ostern seine erste Ausfahrt in der Valdobbiadene-Region absolvieren wird. Dass der Aufbau gut gelungen ist, geht aus den Fotos hervor: Das Auto steht äußerst knackig auf der Straße, weil wir hinten unsere Einblattfeder-Lösung eingebaut haben, vorn wurde die Querblattfeder tiefergelegt und um ein weiteres Blatt verstärkt, außerdem wurden Rulli verbaut. Alles in Kombination mit gekürzten Stoßdämpfern aufgrund der Tieferlegung. Motor und Getriebe wurden überholt, jedoch zunächst weitgehend im Original-Zustand belassen. Das Mehrgewicht durch den Überrollkäfig wurde durch Lexanscheiben, Pappelholz-Türverkleidung und das Weglassen von Teppich und Dämmung kompensiert. Der Motor besaß von Hause aus die kleinen Dell’Orto DHLB Vergaser, die wir mit einem Sportluftfilter versehen und sauber abgestimmt haben. Das Armaturenbrett ist original, bis auf den sauber integrierten Batteriehauptschalter.Das Auto wurde jedoch mit einem neuen Kabelbaum aus unserer Fertigung versehen und hat neue Heckleuchten und neue Scheinwerfer bekommen. Jetzt strahlt er wieder.

 

 

 

 

 

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PROJEKTE: DER MINI-BOLIDE – FIAT ABARTH 695 REPLICA

sm-160925-hrw-abbarth_0047-v01Vor fast genau einem Jahr trafen wir einen Manager aus der Berliner Kreativszene, der sich sehr für die Abarth Modelle begeisterte, die auf dem Fiat 500 basieren. “So etwas wollen wir dir bauen” sagten wir spontan. Wir waren uns relativ schnell handelseinig, ein Basisfahrzeug war ebenfalls schnell gefunden und die Arbeit konnte beginnen. Es wurde eine “nuts and bolts” Restauration mit einem hohen Anspruch an das technische Detail. Es sollte kein reinrassiges Auto für die Rundstrecke werden, aber mindestens ein ambitionierter Café Racer. Ganz ähnlich war ja das Auto ursprünglich von Carlo Abarth konzipiert: Der Abarth 695 für die Straße und der Abarth 695 esse esse als pures Renngerät für den ambitionierten Rennfahrer. (Fotos: Stephanie Matter)

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PROJEKTE: FULVIA 1,3 S RENNGERÄT

13-10366260_1004534982973344_1196646410635981407_nLangsam nimmt unser erstes, großes Kundenprojekt Formen an. Nach einer gründlichen Überarbeitung der etwas ‚müden‘ Karosserie – nachschweißen und teilweise verstärken der neuralgischen Punkte – erfolgte die Revision der Technik. Motor und Getriebe wurden zerlegt, gereinigt und revidiert. Einige Gewichtserleichterungen wurden am Chassis vorgenommen, dennoch lohnt hier nicht die Übertreibung, denn die Fulvia der 2. Serie hat in der Gruppe G2/1971 ein Homologationsgewicht von sage und schreibe 930 kg! (FIA Homologation #3020) Das Fahrzeug wird mit einem in der Höhe verstellbaren Fahrwerk vorn und hinten und HF Querlenkern und unseren HRW Stoßdämpfern ausgerüstet, denn es wird in alter Lancia Reparto Corse-Tradition, sowohl in historischen Rallyes als auch in Langstreckenrennen bewegt. Wenn sie Lust haben, können sie die Arbeiten hier in unserem Blog in einer Fotogalerie laufend verfolgen.

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LIGHTWEIGHT TÜRVERKLEIDUNG

Das FIA Reglement (Anhänge K/J) verlangt Türverkleidungen, und da ich die alten, krummen und recht schweren Türverkleidungen nicht wieder einbauen wollte, habe ich über eine leichte Neukonstruktion nachgedacht. Viele Kollegen nutzen ja Alublech als Verkleidung. Aber Pappelholz hat ein spezifisches Gewicht von 400-550 kg/m³ und Aluminium hat 2.700 kg/m³. Das ließ auch bei 4 mm starkem Pappelsperrholz gegen 2 mm Aluminiumblech dennoch etwa nur 1/3 des Gewichts erwarten.

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VON WEBER ARIEN

myfulvia_weber_17Die beiden Weber Vergaser sind nun final montiert und müssen noch abgestimmt werden. Auf den Bildern könnt ihr sehr schön den Werdegang beobachten. Die zwei Exemplare habe ich in Italien gefunden – über einen Kontakt der Lancia Facebook Community. Sie befanden sich in einem leidlich guten Zustand, denn zuvor hatte ich ein paar bei ebay ersteigert, das nahezu schrottreif war.
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LIGTWEIGHT LUFTHUTZE

Leichtbau ist in aller Munde. Hier sehen Sie, wie ich durch Leichtbau in GFK der Frischluftführung im Motorraum ungefähr 5 kg Gewicht eingespart habe. Zu dem Zweck habe ich das originale Stahlblech-Teil aufgebohrt und als Laminierform benutzt. Das Gießharz und den Trennwachs gab es bei Modulor in Berlin. Ich habe ein Harz gewählt, das nicht ganz so schnell abbindet. Die beiden Hälften habe ich dann entformt und zusammen laminiert. Schönes Ergebnis!

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ARMATUREN ROULETTE

Heute den ganzen Tag an den Armaturen gefummelt. Alle Kabel geprüft und OK. Aber das Öldruck-Instrument schlägt beim Einschalten der Zündung voll aus. Der Öldruckgeber für 10bar ist nicht mit dem Instrument für 5bar kompatibel. Außerdem zeigt der eingebaute Geber beim Durchmessen mit dem Ohmmeter einen sehr hohen Widerstand statt nur 10 Ohm, wie er eigentlich sollte.

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