ROLLOUT: BIANCO, NERO, ROSSO – LANCIA FULVIA 1,3S BAUJAHR 1970.

Hervorgehoben

Die Fulvias von 1970 sind ganz besondere Autos. Geschichtlich stellen sie die Übergangsphase zwischen der Lancia- und der Fiat-Ära dar. Technisch gesehen sind sie ein Hybrid – sind schon eine zweite Serie, haben aber nicht deren Nachteile. So besitzen sie vorn noch die doppelten Rohr-Querlenker und haben die etwas aufwändiger gebaute Hinterachse. Gleichzeitig haben sie aber schon die Girling-Bremsen und das moderne Fünfgang-Getriebe. So ein schönes Auto hatten wir im letzten Jahr in unserer Obhut, um auf einer Roh-Karosserie, die unser Kunde selbst vorbereitet hatte, ein Rallye-Fahrzeug aufzubauen.

Am vergangenen Wochenende konnte es dem Kunden übergeben werden, der über Ostern seine erste Ausfahrt in der Valdobbiadene-Region absolvieren wird. Dass der Aufbau gut gelungen ist, geht aus den Fotos hervor: Das Auto steht äußerst knackig auf der Straße, weil wir hinten unsere Einblattfeder-Lösung eingebaut haben, vorn wurde die Querblattfeder tiefergelegt und um ein weiteres Blatt verstärkt, außerdem wurden Rulli verbaut. Alles in Kombination mit gekürzten Stoßdämpfern aufgrund der Tieferlegung. Motor und Getriebe wurden überholt, jedoch zunächst weitgehend im Original-Zustand belassen. Das Mehrgewicht durch den Überrollkäfig wurde durch Lexanscheiben, Pappelholz-Türverkleidung und das Weglassen von Teppich und Dämmung kompensiert. Der Motor besaß von Hause aus die kleinen Dell’Orto DHLB Vergaser, die wir mit einem Sportluftfilter versehen und sauber abgestimmt haben. Das Armaturenbrett ist original, bis auf den sauber integrierten Batteriehauptschalter.Das Auto wurde jedoch mit einem neuen Kabelbaum aus unserer Fertigung versehen und hat neue Heckleuchten und neue Scheinwerfer bekommen. Jetzt strahlt er wieder.

 

 

 

 

 

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PROJEKTE: DER MINI-BOLIDE – FIAT ABARTH 695 REPLICA

sm-160925-hrw-abbarth_0047-v01Vor fast genau einem Jahr trafen wir einen Manager aus der Berliner Kreativszene, der sich sehr für die Abarth Modelle begeisterte, die auf dem Fiat 500 basieren. “So etwas wollen wir dir bauen” sagten wir spontan. Wir waren uns relativ schnell handelseinig, ein Basisfahrzeug war ebenfalls schnell gefunden und die Arbeit konnte beginnen. Es wurde eine “nuts and bolts” Restauration mit einem hohen Anspruch an das technische Detail. Es sollte kein reinrassiges Auto für die Rundstrecke werden, aber mindestens ein ambitionierter Café Racer. Ganz ähnlich war ja das Auto ursprünglich von Carlo Abarth konzipiert: Der Abarth 695 für die Straße und der Abarth 695 esse esse als pures Renngerät für den ambitionierten Rennfahrer. (Fotos: Stephanie Matter)

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PROJEKTE: FULVIA 1,3 S RENNGERÄT

13-10366260_1004534982973344_1196646410635981407_nLangsam nimmt unser erstes, großes Kundenprojekt Formen an. Nach einer gründlichen Überarbeitung der etwas ‚müden‘ Karosserie – nachschweißen und teilweise verstärken der neuralgischen Punkte – erfolgte die Revision der Technik. Motor und Getriebe wurden zerlegt, gereinigt und revidiert. Einige Gewichtserleichterungen wurden am Chassis vorgenommen, dennoch lohnt hier nicht die Übertreibung, denn die Fulvia der 2. Serie hat in der Gruppe G2/1971 ein Homologationsgewicht von sage und schreibe 930 kg! (FIA Homologation #3020) Das Fahrzeug wird mit einem in der Höhe verstellbaren Fahrwerk vorn und hinten und HF Querlenkern und unseren HRW Stoßdämpfern ausgerüstet, denn es wird in alter Lancia Reparto Corse-Tradition, sowohl in historischen Rallyes als auch in Langstreckenrennen bewegt. Wenn sie Lust haben, können sie die Arbeiten hier in unserem Blog in einer Fotogalerie laufend verfolgen.

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LIGHTWEIGHT TÜRVERKLEIDUNG

Das FIA Reglement (Anhänge K/J) verlangt Türverkleidungen, und da ich die alten, krummen und recht schweren Türverkleidungen nicht wieder einbauen wollte, habe ich über eine leichte Neukonstruktion nachgedacht. Viele Kollegen nutzen ja Alublech als Verkleidung. Aber Pappelholz hat ein spezifisches Gewicht von 400-550 kg/m³ und Aluminium hat 2.700 kg/m³. Das ließ auch bei 4 mm starkem Pappelsperrholz gegen 2 mm Aluminiumblech dennoch etwa nur 1/3 des Gewichts erwarten.

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VON WEBER ARIEN

myfulvia_weber_17Die beiden Weber Vergaser sind nun final montiert und müssen noch abgestimmt werden. Auf den Bildern könnt ihr sehr schön den Werdegang beobachten. Die zwei Exemplare habe ich in Italien gefunden – über einen Kontakt der Lancia Facebook Community. Sie befanden sich in einem leidlich guten Zustand, denn zuvor hatte ich ein paar bei ebay ersteigert, das nahezu schrottreif war.
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LIGTWEIGHT LUFTHUTZE

Leichtbau ist in aller Munde. Hier sehen Sie, wie ich durch Leichtbau in GFK der Frischluftführung im Motorraum ungefähr 5 kg Gewicht eingespart habe. Zu dem Zweck habe ich das originale Stahlblech-Teil aufgebohrt und als Laminierform benutzt. Das Gießharz und den Trennwachs gab es bei Modulor in Berlin. Ich habe ein Harz gewählt, das nicht ganz so schnell abbindet. Die beiden Hälften habe ich dann entformt und zusammen laminiert. Schönes Ergebnis!

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ARMATUREN ROULETTE

Heute den ganzen Tag an den Armaturen gefummelt. Alle Kabel geprüft und OK. Aber das Öldruck-Instrument schlägt beim Einschalten der Zündung voll aus. Der Öldruckgeber für 10bar ist nicht mit dem Instrument für 5bar kompatibel. Außerdem zeigt der eingebaute Geber beim Durchmessen mit dem Ohmmeter einen sehr hohen Widerstand statt nur 10 Ohm, wie er eigentlich sollte.

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STÄHLERNE HOCHZEIT

Hochzeit_06-IMG_2300Das war einer der schönsten Momente in der Entstehungsgeschichte unseres Autos. Der Einbau von Motor und Getriebe in den vorderen Hilfsrahmen und dann die „Hochzeit“ mit der Karosserie. Der Hilfsrahmen ist ja nur mit 6 Stück M12er Schrauben an das Chassis montiert. Nach guter Vorbereitung am Samstag war am Sonntag morgen der Hilfsrahmen – mit dem versierten Marc an meiner Seite – in einer Stunde montiert. Zum ersten mal konnten dann die Borrani Räder wieder montiert werden. Wie niedrig das Auto lag! Ein ganz neues Gefühl, diese niedrige Karosserie vor sich zu sehen.
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SCHRECK LASS NACH! (2)

Ginos Spruch vom „Neuwagen-Charakter“ war schon zum running-gag zwischen Rainer und mir avanciert. Auf der Bühne in Köln hatten wir starken Rostfraß an dem hinteren Radlauf gesehen und hatten gehofft, das mit ein paar kleinen Schweißarbeiten in den Griff zu kriegen. Jetzt setzten wir mutig die Flex an und stellten fest, dass im Schweller-Bereich an der A und B Säulen alles vom Rost völlig zerfressen war…
Die FLEX wird angesetzt 2011-12-28 11-31-04 - IMG_0049 2011-12-28 13-52-40 - IMG_0064 Das nackte Grauen 2011-12-28 13-56-34 - IMG_0077