JUNGFERNFAHRT: ERFOLGREICHER EINSATZ AUF DEM HOCKENHEIMRING

Ihr erinnert euch, dass wir seit dem Jahr 2016 an einem weiteren Rennfahrzeug auf Fulvia-Basis arbeiten. Philipp, der Kunde der das Auto bei uns bestellt hat, wollte im April endlich in der FHR Rennsaison beim „Preis der Stadt Stuttgart“ starten. Weil er noch ein halber Rookie war, wollten wir das Ganze vor seinem ersten Rennen etwas langsamer angehen und hatten den Trackday am Donnerstag dazugebucht. Das Auto lief von Anfang an sehr gut, Philipp musste sich natürlich erst einmal an den heftigen Verkehr auf der Rennstrecke, gerade während eines Trackdays gewöhnen. Die hohen Leistungsunterschiede mit wirklich sehr schnellen Autos auf der Strecke – gerade am Trackday – die der kleinen Fulvia „über die Nase fuhren“, haben ihn als Einsteiger doch einigermaßen überrascht. Da der Motor noch nicht komplett eingefahren war, war es dennoch vernünftig, hier vorsichtig zu sein und nicht „mit der Brechstange“ ranzugehen. Umso größer war die Aufregung am Trainings- und Renntag. Immerhin war nun endlich der Co-Driver Bert mit von der Partie, der einiges an Erfahrung von Motorradrennen mitbrachte. Die Vorbereitung der Fahreroutfits war zulertzt etwas „auf den letzten Drücker“ gewesen, der Rennanzug von Bert war gar noch von ISA per Paketdienst in unser Hotel geliefert worden. Das Auto war aber bestens vorbereitet und wir haben uns von dem Stuttgarter Dekra-Prüfer (und Profi seines Fachs) der die Schlussabnahme des HTP noch in der Box vornehmen musste, sogar ein kleines Lob für unsere Qualität eingeheimst. Alles lief sehr smooth,  Philipp und Bert stellten das Fahrerteam und Marc und Dietmar waren die Boxencrew – da konnte doch nicht wirklich viel schief gehen, oder? So haben die Fahrer und auch das Auto ihr erstes Rennen tapfer und unfallfrei durchgezogen. Zum Ende des Rennens war zwar ein kleiner Leistungsverlust zu spüren, aber das Team konnte schlussendlich einen Klassensieg in der 1300er-Klasse und zwei schöne Pokalen nach Hause fahren. Es war für alle eine spannende Erfahrung – wir gratulieren und wünschen weiterhin viel Erfolg!

HOL- UND BRING-SERVICE: FÜR NICHT-BERLINER, DIE TROTZDEM ZU UNS WOLLEN.

Es gibt nicht sehr viele Lancia Spezial-Werkstätten in Deutschland, das war einer der Gründe, unseren Betrieb HISTORIC RACING WORKS aufzubauen. Wir verstehen uns  inzwischen immer besser auf die Problemstellen der Fulvia, wie etwa das Getriebe, den Umlenkbock, die Vergaser … Neben der Fahrzeug-Komplettrestaurationen übernehmen wir sehr gerne auch Reparaturen aller Art. Den technischen oder optischen Schwachstellen Ihrer Fulvia rücken wir auf Ihren Wunsch mit Verbesserungen zu Leibe.

Weil vielen Kunden aber Berlin „jwö“ erscheint (janz schön weit östlich), bieten wir seit Januar 2017 einen bundesweiten Hol- und Bringservice für die geringe Pauschale von 80.- € an.

ROLLOUT: BIANCO, NERO, ROSSO – LANCIA FULVIA 1,3S BAUJAHR 1970.

Die Fulvias von 1970 sind ganz besondere Autos. Geschichtlich stellen sie die Übergangsphase zwischen der Lancia- und der Fiat-Ära dar. Technisch gesehen sind sie ein Hybrid – sind schon eine zweite Serie, haben aber nicht deren Nachteile. So besitzen sie vorn noch die doppelten Rohr-Querlenker und haben die etwas aufwändiger gebaute Hinterachse. Gleichzeitig haben sie aber schon die Girling-Bremsen und das moderne Fünfgang-Getriebe. So ein schönes Auto hatten wir im letzten Jahr in unserer Obhut, um auf einer Roh-Karosserie, die unser Kunde selbst vorbereitet hatte, ein Rallye-Fahrzeug aufzubauen.

Am vergangenen Wochenende konnte es dem Kunden übergeben werden, der über Ostern seine erste Ausfahrt in der Valdobbiadene-Region absolvieren wird. Dass der Aufbau gut gelungen ist, geht aus den Fotos hervor: Das Auto steht äußerst knackig auf der Straße, weil wir hinten unsere Einblattfeder-Lösung eingebaut haben, vorn wurde die Querblattfeder tiefergelegt und um ein weiteres Blatt verstärkt, außerdem wurden Rulli verbaut. Alles in Kombination mit gekürzten Stoßdämpfern aufgrund der Tieferlegung. Motor und Getriebe wurden überholt, jedoch zunächst weitgehend im Original-Zustand belassen. Das Mehrgewicht durch den Überrollkäfig wurde durch Lexanscheiben, Pappelholz-Türverkleidung und das Weglassen von Teppich und Dämmung kompensiert. Der Motor besaß von Hause aus die kleinen Dell’Orto DHLB Vergaser, die wir mit einem Sportluftfilter versehen und sauber abgestimmt haben. Das Armaturenbrett ist original, bis auf den sauber integrierten Batteriehauptschalter.Das Auto wurde jedoch mit einem neuen Kabelbaum aus unserer Fertigung versehen und hat neue Heckleuchten und neue Scheinwerfer bekommen. Jetzt strahlt er wieder.

 

 

 

 

 

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